13 Tipps zum richtigen Lüften und Heizen

  • Heizen Sie auch solche Räume, die Sie nicht ständig benutzen oder in denen
    Sie etwas niedrigere Temperaturen vorziehen.

  • Die Temperatur der inneren Oberflächen von Außenwänden sollte 17°C nie
    wesentlich unterschreiten. Dies ist dann leichter sicherzustellen, wenn
    Möbelstücke, besonders solche mit geschlossenem Sockel, nicht dicht an
    der Wand stehen; ein Abstand von über 10 cm ermöglicht erst die notwendige
    Zirkulation der Raumluft.

  • Die Wärmeabgabe von Heizkörpern sollte nicht durch Verkleidungen oder lange
    Vorhänge behindert werden.

  • Die Türen zu weniger beheizten Räumen sind nach Möglichkeit geschlossen zu halten; deren Temperierung ist Aufgabe des örtlichen Heizkörpers. Andernfalls dringt mit der wärmeren Luft aus Nebenräumen zu viel Feuchtigkeit ein. Desgleichen sind größere Blattpflanzen besser in voll beheizten Räumen untergebracht.

  • Sind bei Ihnen Feuchteprobleme aufgetreten, dann sollten Sie sich von eventuell vorhandenen Verdunstungsgefäßen trennen. Ihre Leistung ist zu gering, um die relative Luftfeuchte der Raumluft nennenswert zu erhöhen. Vor allem bei fugendichten Fenstern können sie aber dazu beitragen, zusammen mit anderen wirksamen Feuchtigkeitsquellen, die Risiken zu verstärken.

  • Widmen Sie der Raumlüftung besondere Aufmerksamkeit. Sie dient nicht nur dem Ersatz von verbrauchter Luft durch frische, sondern in starkem Maße der Abführung dampfförmigen Wassers, dessen Menge Sie sich je nach Wohnungsgröße und Nutzungsintensität durchaus mit 10, 20 oder gar 30 Litern pro Tag vorstellen können.

  • Beim Lüften geht Heizenergie verloren. Dies muss jedoch im Interesse gesunder raumklimatischer Verhältnisse und zum Schutz des Baukörpers hingenommen werden. Worauf es ankommt, ist, diesen Verlust bei ausreichendem Luftwechsel gering zu halten. Dies gelingt am besten, wenn man durch geeignetes Vorgehen den vollständigen Luftaustausch möglichst schnell ablaufen lässt. Öffnen Sie daher die Türen und Fenster weit; schaffen Sie nach Möglichkeit Durchzug. Nach fünf, allenfalls zehn Minuten haben Sie dann die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt, die nach ihrer Erwärmung wieder viel Wasserdampf aufnehmen kann. Dies gilt auch im Herbst bei Nebelwetter und im Winter bei klirrender Kälte! Der große Vorteil dieser Lüftungsart ist darin zu sehen, dass mit der verbrauchten Luft nur wenig Wärme entweicht. Die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherten, viel größeren Wärmemengen bleiben im Raum und tragen dazu bei, die Frischluft nach dem Schließen der Fenster wieder schnell auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

  • Ermitteln Sie die maximale Lüftungszeit für Ihre Wohnung. Öffnen Sie dazu alle Türen und Fenster zum Querlüften und achten Sie darauf, aus welcher Richtung die kalte Außenluft hereinströmt. Stellen Sie sich mit nackten Beinen in die Entgegengesetzte, äußerste Ecke der Wohnung. Stoppen Sie die Zeit von dem Moment, wo die Fenster geöffnet wurden, bis zu dem Zeitpunkt, wo Sie die kalte Außenluft auf der anderen Seite der Wohnung an den Oberschenkeln spüren. Diese Zeit mit 2 multipliziert ist die maximale Lüftungsdauer. Das heißt, in dieser Zeit wird die komplette Raumluft ausgetauscht. Längeres Lüften währe Energieverschwendung!

  • Jede Dauerlüftung durch spaltbreites Offenhalten oder Ankippen von Fensterflügeln kostet unverhältnismäßig mehr Energie und sollte daher während des Heizbetriebes unterbleiben.

  • Ein einmaliges, gegebenenfalls etwas längeres Lüften reicht bei heutiger Abdichtung von Fugen und Spalten im Allgemeinen nicht mehr aus! Je nach Nutzung der Wohnung muss die geschilderte Stoßlüftung bis zu drei mal am Tage wiederholt werden.

  • Soweit Ihre Heizkörper noch mit konventionellen Ventilen ausgestattet sind, sollten diese während des Lüftens geschlossen sein.

  • Bei Thermostatventilen ist dies nicht durchführbar, weil sie kein Handrad, sondern einen Regelknopf zur Vorwahl der gewünschten Raumtemperatur haben; das Öffnen und Schließen erfolgt selbstständig. In diesem Fall ist es sinnvoller, den im Regelknopf befindlichen Fühler durch ein auf das Ventil gelegtes Tuch über die niedrigere Temperatur der einströmenden Frischluft zu täuschen. Anderenfalls würde, insbesondere bei Außentemperaturen von unter 5° C, der programmierte Frostschutz das Ventil sofort öffnen.

  • Ratsam ist es schließlich auch, die beispielsweise beim Duschen oder Kochen in verhältnismäßig kurzen Zeitspannen freigesetzten großen Wasserdampfmengen sofort nach außen abzuleiten. Sie sollten daran gehindert werden, sich über offene Türen in der ganzen Wohnung zu verteilen.

     

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